Gute Pflegequalität – Gute Wirtschaftlichkeit

Warum ist ein starkes Qualitätsmanagement weit mehr als Bürokratie?

Mann vor Aktienkursen mit aufsteigendem Pfeil auf transparentem Gitter.
Aus der Perspektive der produzierenden Wirtschaft, steht ein Qualitätsmanagementsystem auch immer dafür, Ressourcen zu schonen, Nachhaltigkeit zu fördern und am Ende des Tages auch Geld sparen zu können. Denn durch den gezielten und gesteuerten Einsatz von Ressourcen, versuchen Organisationen einen optimalen Output zu generieren.

Pflegequalität messbar und nachvollziehbar machen

Wir blicken immer mit der Brille der Qualitätsprüferinnen und Qualitätsprüfer auf die Einrichtungen und deren Ergebnisqualität. So ist pflegefachlich klar, dass gute Pflegequalität sich positiv bei den versorgten Personen auswirkt, auf:
  • die Gesundheit
  • die Zufriedenheit
  • die Mobilität
  • die Lebensqualität
  • mögliche Folgeschäden und Regressforderungen
Diese Faktoren schaffen eine hohe Zufriedenheit bei den versorgten Kunden, welche diese dann gerne auch weitergeben. Doch hat diese Zufriedenheit noch weitere Auswirkungen, welche gerne nicht an erster Stelle stehen? So bekommt man eine gute Pflege- bzw. Ergebnisqualität nicht zum Nulltarif, sondern man muss dafür investieren.
Kritikerinnen und Kritiker erwidern hier jedoch auch gerne, dass durch gesetzliche Vorgaben und ihre Überprüfung die Bürokratie gesteigert werde. Dies würde in seiner Folge personelle Ressourcen binden und Kosten bedeuten.

Dienstleistungsqualität messen und sichtbar machen

Ein großes Problem, welchem wir tagtäglich begegnen: Gute Pflege wird individuell definiert. Gerade im Bereich der Dienstleitung, zu dem Pflege auch gehört, ist eine Kontrolle der erbrachten Leistung schwierig, da die Leistung im Moment der Erbringung auch schon vollendet ist. Weiterhin stellt jeder Mensch andere Ansprüche und Bewertungsfaktoren für Tätigkeiten wie beispielsweise das Waschen, An- und Ausziehen oder die Beschäftigung. Umso wichtiger ist, dass Soll-Vorgaben und Bewertungskriterien definiert sind, um die Qualität der jeweiligen Dienstleistung objektiv feststellen zu können.
Deswegen hat der Gesetzgeber in Anlehnung an das Qualitätsmodell nach Donabedian festgelegt, dass jede Einrichtung ein Qualitätsmanagementsystem vorhalten muss und Anforderungen an die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität definiert. Dabei sind die nach § 114 SGB XI gesetzlich festgelegten Qualitätsprüfungen nichts anderes als ein externes Audit. Ohne ein solches Audit kommt kein QM-System der Welt aus.

Kundenzufriedenheit versus Mitarbeitendenzufriedenheit

Jedoch erfüllen die Pflegequalitätsprüfungen noch andere Aufgaben, als lediglich festzustellen, ob die gesetzlichen Anforderungen erfüllt worden sind. Für die Einrichtung und jeden interessierten Menschen wird die geleistete Ergebnisqualität sichtbar gemacht. Natürlich kann dies, unter anderem durch die gesetzlich verankerten Plattformen, gut als Werbemaßnahme genutzt werden. An- und Zugehörige sowie interessierte Personen können Vergleiche einzelner Pflegeeinrichtungen anhand dieser Darstellungen vornehmen. Hier zeigt sich ein weiterer Vorteil eines guten und funktionierenden QM-Systems.
Gerade in Zeiten des demografischen Wandels könnten hier wieder die Stimmen der Kritikerinnen und Kritiker laut werden, welche behaupten könnten, dass solche Werbemaßnahmen gar nicht nötig seien.
Doch bleibt hier ein wichtiger Faktor unbedacht und unbeleuchtet. Denn es zeigt sich, dass mit einer hohen Pflegequalität nicht nur die Zufriedenheit der versorgten Personen steigt, sondern auch die Zufriedenheit des Personals. Dies wiederrum sorgt dafür, dass eine geringere Krankheitsquote und Fluktuation bestehen, welches sich weiterhin positiv auf die Zufriedenheit und Qualität auswirkt. Betrachtet man dies weiter, so stellt man schnell fest, dass sich dies weiterhin positiv auf die Wirtschaftlichkeit auswirkt.

Qualitätsprüfungen als Chance verstehen

Die Pflegequalität, das eigene QM-System und die Überprüfung dieser beiden sollte nicht als notwendiges Übel, Treiber der Bürokratie und Kostenfaktor betrachtet werden, sondern vielmehr als Chance und Möglichkeit, Zufriedenheit generieren und darstellen zu können. Somit ist gerade in Zeiten des allgegenwärtigen Pflegemangels dies eine Möglichkeit gegen viele Mitbewerber herausstechen zu können. Durch diese Zufriedenheit und hohe Ergebnisqualität spart man nicht nur Geld, sondern gewinnt auch Mitarbeitende.
Mit den Erfahrungen aus über 40.000 Qualitätsprüfungen können wir bestätigen, dass gute Pflegequalität nicht immer auch wirtschaftlichen Erfolg garantiert. Wer jedoch dauerhaft wirtschaftlich erfolgreich sein möchte, wird dieses Ziel ohne gute Pflegequalität nicht erreichen.
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